Die
Museumsbereiche
Zentrales Museumsthema bildet der Buchdruck.
Eine Schautafelfolge thematisiert die Geschichte von der Erfindung Gutenbergs
(1450) bis zur Entstehung der für die romanische Sprache bedeutenden
historischen Offizinen im Freistaat der Drei Bünde.
Alte
Bibeldrucke:
Originale der Erst-Übersetzungen der Bibel ins Unterengadiner Romanisch
(1679) und ins Surselvisch- Romanisch 1718), frühere Bibel-Vorläufer
und -Teile sowie theologische Kommentare von Engadiner Autoren.

(Bild: Titel-Seite aus Scuoler Bibel)
Prunkstück
bildet ein Voll- Faksimile der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel.
Drucktechnik:
Dieser Bereich enthält u.a. das von Gutenberg erfundene Handgiess-Instrument
zur Herstellung von Lettern, dann schöne alte und neuere Schriftsätze
sowie eine Giess- und Setzmaschine LINOTYPE, eine Erfindung aus der
Mitte des 19.Jahrhunderts.
Unsere Handdruckpresse
ist der exakte Nachbau der ab 1650 in Scuol, später in Tschlin
und Strada betriebenen Presse, dem einzigen im Kanton Graubünden
erhalten gebliebenen Exemplar.

Die folgenden Druckgeräte dieser Reihe markieren die bedeutendsten
Entwicklungsschritte der Drucktechnik, so etwa die Kniehebelpresse (1850),
verschiedene Handtiegelpressen, Tiegelautomaten und eine Buchdruck-Schnellpresse
(1900).
(Bild Handpresse)
Nossa musica:
Hommage an die in der romanischen Kultur tief verwurzelte Volks-musik.
Sie steht in direktem Zusammenhang mit den hier wirkenden Druckerfamilien:
Die frühen in Tschlin und Strada gedruckten Bücher weisen
bereits Noten auf.
Die Ausstellung enthält Instrumente für die Volksmusik sowie
eine Fotosammlung bekannter Musikanten und Volksmusikkapellen der näheren
Umgebung, insbesondere auch handgeschriebene Liederhefte mit Texten
und Noten alter romanischer Volkslieder.
Wohnkultur:
Darin widerspiegelt sich die kulturelle Tradition aus der Blütezeit
der kunsthandwerklichen Tätigkeit der Druckerfamilien.